
Mediaday
Welche Rolle spielt die Sonne bei einem Indoorshooting?
Schlechtes Wetter muss keine Absage bedeuten. In diesem Beitrag zeige ich, warum der Wetterbericht bei Indoor-Shootings trotzdem eine Rolle spielt, wie man auch bei Regen für die passende Lichtstimmung sorgt und wie ich das in der Praxis bei einem STPB-Shooting umgesetzt habe.
Warum ist es nötig, bei Indoor-Shootings auf den Wetterbericht zu schauen?
Bei Indoor-Shootings, bei denen im Hintergrund Fenster oder andere Lichtöffnungen zu sehen sind, wirkt ein Bild deutlich sympathischer und offener, wenn der Betrachter das Gefühl hat, dass draußen die Sonne scheint. Es entsteht sofort eine positive Assoziation – sowohl zum Ort als auch zur gesamten Bildstimmung. Genau deshalb versucht man, von diesen Stellen aus gezielt Licht "hineinzuzaubern". Im Idealfall übernimmt das die echte Sonne. Scheint sie an dem Tag jedoch nicht, muss man mit einem Scheinwerfer von außen nachhelfen und die Sonne künstlich simulieren.
Wie geht man mit schlechtem Wetter um?
Muss das Licht bei schlechtem Wetter von draußen simuliert werden, kommen gleich mehrere Herausforderungen zusammen: Das Lichtequipment muss trocken bleiben, darf aber gleichzeitig nicht im Bild zu sehen sein. Dazu kommt die Konstanz – schließlich reicht es nicht, nur ein Fenster zu beleuchten, wenn im Bild mehrere zu sehen sind. All diese Faktoren gleichzeitig im Blick zu behalten, macht diese Situationen anspruchsvoll.

Beispiel aus der Praxis
Das gezeigte Bild zeigt ein Porträt der Geschäftsführung von STPB, entstanden im Rahmen eines kleinen Media Days. An diesem Tag war eigentlich gutes Wetter vorhergesagt, doch es änderte sich kurzfristig – es fing an zu regnen. Da im Hintergrund trotzdem etwas Dynamik und Aufhellung gewünscht war, musste kurzerhand ein kleiner Lichtblitzer improvisiert werden: Das Licht wurde auf einem Stativ draußen vors Fenster gestellt und mit einem Regenschirm vor der Nässe geschützt, um von außen ins Bild hineinzuleuchten.
Das Ergebnis ist im Bild links deutlich zu erkennen: eine leichte Aufhellung im Hintergrund, die das gesamte Bild kontrastreicher und gleichzeitig sympathischer wirken lässt.
Wie lässt sich diese Situation von vornherein vermeiden?
Am einfachsten lässt sich das Problem umgehen, indem man Blickwinkel wählt, in denen keine Fenster sichtbar sind, oder den Hintergrund stattdessen mit einer Lampe aufhellt. In solchen Fällen ist man komplett unabhängig vom Wetterbericht. Das Gleiche gilt, wenn man ohnehin im Studio dreht und sämtliche Lichtquellen selbst kontrollieren kann.
