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Outdoor-Dokumentation

In der Luft steht die Fotografie vor neuen Hürden.

14 Jahre am Fels, knapp drei Jahre mit der Kamera dabei. In diesem Beitrag nehme ich dich mit in die Welt der Kletterfotografie und teile, was ich über die Jahre gelernt habe.

Die Besonderheiten der Kletterfotografie

Anders als im Studio hat man am Fels nur wenig Equipment zur Verfügung – man ist auf das Nötigste beschränkt. Genau das zwingt einen aber auch zu neuen Perspektiven. Nicht alles ist möglich: Mal hängt man mehrere Meter vom Athleten entfernt, im nächsten Moment kommt man ganz nah ran. Man spielt ständig mit dem, was gerade machbar ist – und genau daraus entstehen die besonderen Blickwinkel. Wenn jemand so nah an der Kamera an seine Grenzen geht, spürt man das später auch im Bild.

Die Herausforderungen

Die größte Herausforderung ist ganz klar das Wetter – ohne die richtigen Bedingungen lässt sich nicht klettern. Dazu kommen Naturschutzvorgaben wie Brutzeiten an den Felsen, die den Zugang zusätzlich einschränken. Auch das Setup muss stark reduziert werden: Ein Mikrofon lässt sich hier nicht einfach heranangeln, der Ton kommt direkt aus der Kamera. All das bedeutet vor allem eines – besonders viel Zeit muss in die Vorbereitung fließen, damit am Drehtag alles sitzt.

Die nötigen Skills

Wer Kletterfotografie macht, sollte selbst aktiv klettern – nur so erkennt man, an welchen Stellen der Route es schwierig wird und wo genau der entscheidende Moment einer Bewegung liegt, den es festzuhalten gilt. Dazu kommt die körperliche Komponente: Man muss selbst am Seil hochklettern können, während man gleichzeitig die Kamera ruhig hält. Auch ein sicherer Umgang mit Sicherungstechnik gehört dazu, ebenso wie die Fähigkeit, Touren notfalls selbst vorzusteigen, um sich anschließend für die Aufnahmen abzuseilen.

Am Ende ist es eine Kombination aus körperlicher Fitness, Klettererfahrung und der Fähigkeit, sich gleichzeitig um die eigene Sicherheit zu kümmern und dabei den Kopf frei für starke Aufnahmen zu behalten.

Was es für mich besonders macht

Die Fotografie und das Filmen am Fels, speziell im Sportklettern, sind für mich etwas ganz Besonderes. Man ist dem Athleten extrem nah, braucht gleichzeitig einen starken Bezug zur Natur und muss auf unzählige Faktoren gleichzeitig achten. Am Ende zählt dabei nicht, wie viel Budget man ins Kameraequipment gesteckt hat – sondern wie gut man mit dem Athleten harmoniert, wie sicher man sich selbst absichern konnte und welche Perspektiven man sich dabei erarbeitet hat.

Genau das macht diesen Bereich für mich so besonders, und genau deshalb freue ich mich jedes Mal, wenn ein neuer Auftrag in diese Richtung kommt.

Tipps und Tricks für den Einstieg in die Kletterfotografie

Wer Interesse daran hat, das Fotografieren freihängend am Seil auszuprobieren, dem empfehle ich, sich zunächst ein paar YouTube-Videos zum Thema anzuschauen oder direkt das Gespräch mit einem erfahrenen Kletterfotografen zu suchen. Gerade bei Sicherheit und Herangehensweise helfen schon einfache Tipps enorm dabei, sich das Ganze leichter zu erschließen.

Für die ersten eigenen Aufnahmen reicht ein normales, dynamisches Seil völlig aus – Kamera dabei, ein Kollege sichert, und schon lassen sich erste Perspektiven ausprobieren, um herauszufinden, ob einem das überhaupt Spaß macht. Erst danach sollte man sich ernsthaft mit Statikseil, Selbstsicherung und dem restlichen Equipment auseinandersetzen. Und genau hier gilt: nicht sparen. In gutes Equipment zu investieren lohnt sich, damit der Fokus wirklich auf Sicherheit und Klettern liegen kann – und nicht auf möglichen Kompromissen beim Material.

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Wie darf ich dir behilflich sein?

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