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Outdoorfotografie

Drohne oder doch Gleitschirm?

Drohne, Teleobjektiv, Actioncam oder doch der Gleitschirm? In diesem Beitrag zeige ich, welche Möglichkeiten es gibt, um Aufnahmen aus der Luft zu bekommen, wann sich der Gleitschirm als Perspektive besonders lohnt und wann man lieber die Finger davon lassen sollte.

Welche Möglichkeiten gibt es, Aufnahmen aus der Luft zu machen?

Möchte man eine Person aus der Luft dokumentieren oder selbst Aufnahmen aus der Luft machen, gibt es grundsätzlich mehrere Optionen. Die naheliegendste ist der Einsatz einer Drohne, allerdings ist das Fliegen in manchen Gebieten schlicht verboten oder von den beteiligten Personen nicht gewünscht. Zudem besitzen Drohnen meist einen vergleichsweise kleinen Sensor, was sich auch in der Bildqualität bemerkbar macht. Ihr großer Vorteil liegt dafür in der Ausdauer: Sie können so lange in der Luft bleiben, wie der Akku es zulässt.

Eine zweite Option ist die Aufnahme vom Berg aus mit einem Teleobjektiv. Hier fehlt es allerdings oft an Perspektivenvielfalt, da man an einen festen Standort gebunden ist. Die dritte Möglichkeit ist eine Actioncam, die der Pilot beim Gleitschirmfliegen selbst trägt. Hier stimmt zwar die Perspektive, die Bildqualität lässt aber meist zu wünschen übrig.

Meine bevorzugte Variante ist eine andere: das Filmen und Fotografieren direkt aus dem Gleitschirm heraus. Der größte Nachteil dabei sind die Windbedingungen – ist viel Eingreifen in den Schirm nötig, wird das Arbeitsumfeld schnell anspruchsvoll. Dafür eröffnet diese Methode Perspektiven und eine Bildqualität, die keine der anderen Optionen bieten kann.

Meine Chance: Mit dem Gleitschirm eine natürliche Variante finden

Gerade bei Gleitschirmaufnahmen ist es aus meiner Sicht ein großer Vorteil, wenn der Videograf selbst Erfahrung im Gleitschirmfliegen mitbringt und ein Gefühl dafür hat, wie man sich in der Luft bewegt und mit ihr arbeitet. Das schafft deutlich mehr Spielraum – sei es beim Wechseln von Objektiven, der Kamera oder der gesamten Herangehensweise während des Flugs.

Hinzu kommt ein ganz praktischer Punkt: In manchen Nationalparkgebieten ist das Fliegen mit einer Drohne grundsätzlich verboten, während der Gleitschirm hier oft die einzige Möglichkeit bleibt, überhaupt Luftaufnahmen zu bekommen. Das sind für mich starke Argumente – solange die Luft nicht zu unruhig ist und Berg, Perspektive sowie der Kunde damit einverstanden sind, greife ich daher am liebsten zum Gleitschirm.


Wann sollte man den Gleitschirm nicht verwenden?

So reizvoll der Gleitschirm als Perspektive auch ist, es gibt Situationen, in denen er nicht die richtige Wahl ist. Lässt die Luft es nicht zu, lange genug in der gewünschten Höhe zu bleiben, stößt man schnell an Grenzen. Auch wenn ruhige, stabile Aufnahmen gefragt sind oder es einfach schnell gehen muss, ist der Gleitschirm die falsche Wahl: Gleitschirmfliegen erfordert Ruhe und eine durchdachte Herangehensweise – Hektik verträgt sich damit nicht.

Geht es lediglich um eine schnelle Luftaufnahme, greife ich daher lieber zur Drohne. Die Option Gleitschirm behalte ich aber immer im Hinterkopf – für den Moment, in dem es um etwas Einzigartigeres geht.

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